Eigentlich wollte ich nur schnell die KME-Wiki auf den neuesten Stand bringen. Ein kurzes Update, einmal durchlaufen lassen, fertig. So zumindest der Plan.
Die Realität sah dann doch etwas anders aus.
Die Ausgangslage war eine ältere MediaWiki-Installation auf einem entsprechend betagten Debian-System. Also war der erste Schritt klar: das Betriebssystem aktualisieren. Dabei stellte sich direkt heraus, dass man nicht einfach auf die neueste Version springen kann. Stattdessen ging es in mehreren Etappen vorwärts – Upgrade, Fehler beheben, reboot, nächstes Upgrade. Mehrfach. Jeder Schritt brachte neue kleine Überraschungen mit sich.
Kaum war das System halbwegs aktuell, ging es mit PHP weiter. Die alte Version war natürlich nicht mehr zeitgemäß, also musste eine neue her. Damit kamen direkt die nächsten Probleme: fehlende Extensions, nicht mehr passende Konfigurationen und die klassischen 502-Fehler, weil plötzlich nichts mehr miteinander sprechen wollte. Also wieder alles Schritt für Schritt installieren, konfigurieren und testen, bis der Stack aus nginx, PHP-FPM und den benötigten Modulen wieder sauber lief.
Dann endlich der eigentliche Grund der Aktion: MediaWiki selbst aktualisieren. Auch hier stellte sich schnell heraus, dass „einfach auf die neueste Version gehen“ keine Option ist. Die Datenbankstruktur älterer Versionen lässt sich nicht direkt auf den neuesten Stand bringen. Stattdessen musste ich mich Version für Version hocharbeiten. Für jede Zwischenversion die passenden Dateien einspielen, die Update-Skripte ausführen, Fehler analysieren, korrigieren – und dann erst zum nächsten Schritt übergehen. Das Ganze wiederholte sich mehrfach und hat deutlich mehr Zeit gekostet als ursprünglich gedacht.
Irgendwann war es dann soweit: Die KME-Wiki lief tatsächlich auf der neuesten MediaWiki-Version. Ein kurzer Moment der Erleichterung.
Bis zum nächsten Problem.
Denn natürlich waren die alten Plugins bzw. Erweiterungen nicht mehr kompatibel. Einige funktionierten gar nicht mehr, andere verursachten Fehler oder führten einfach zu einer leeren Seite. Also ging es weiter mit Debugging, Anpassen und teilweise Neuaufsetzen der Extensions. An dieser Stelle hat mir tatsächlich KI-Unterstützung enorm geholfen, um schneller herauszufinden, wo die Probleme liegen und wie man sie beheben kann.
Am Ende war aus einem vermeintlich schnellen Update ein mehrstündiges Migrationsprojekt geworden. Rückblickend nicht überraschend – aber im Moment selbst doch etwas frustrierend.
Der positive Effekt: Die KME-Wiki läuft jetzt auf einem aktuellen, unterstützten Stand. Und ich wurde wieder daran erinnert, warum man solche Updates nicht zu lange vor sich herschieben sollte.